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"Ich bin drin" - ist das wirklich so einfach?

 "Ich bin drin"

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innovation. kreativität. vielfalt.
Bildschirme unterliegen eigenen Gesetzen und funktionieren
nicht wie Papier.
Browser legen in ihrer Nutzung andere Eigenschaften an den
Tag als Zeitschriften und Magazine, die man in die Hand nimmt
und darin blättert.
Und die Internet-User bedienen ihre PC-Tastatur anders als die
Fernbedienung eines Fernsehers.

Das Klicken durch Internetseiten ist dem "Zappen" eines
Fernsehzuschauers nicht vergleichbar:

Denn wenn ein Nutzer Ihre Seite im Internet erst
einmal frustriert verlassen hat, dann besucht er
sie so schnell nicht wieder…

Was sich wie eine Binsenweisheit anhört und deutlich macht, das
man für den Computerbildschirm neue Gestaltungsmethoden
entwickeln muss, wird besonders für den seriösen Profi oft zur
grossen Herausforderung.

Im Gegensatz zur "klassischen" Gestaltung ist ein Webdesigner
nicht "nur" Designer, sondern - quasi in "Personalunion" auch
  • Konzeptentwickler,
  • Programmierer und
  • Marketingstratege.
So spielt zum Beispiel bei der Entwicklung eines so genannten
"Navigationskonzeptes" (das Nutzer durch die einzelnen Seiten
einer Website führt) das Gesamtverständnis für
  • Design,
  • Textentwicklung und
  • Nutzerverhalten
die entscheidende Rolle darüber, ob eine Website erfolgreich sein
kann oder abgelehnt wird.

Auch die Auseinandersetzung mit technischen Gegebenheiten wie

  • verschiedene Browserversionen,
  • Übertragungswege und -geschwindigkeiten oder
  • Provider/Server-Diensten
ist unumgänglich, um gelungene Internetauftritte zu inszenieren.

Zum Know-How eines guten Webdesigners zählt unbedingt ebenfalls
die Beschäftigung mit
  • Werbestrategieentwicklungen,
  • Kundenbindungsmassnahmen oder
  • modernen Businessmodellen.
Denn das Internet ist eine im wahrsten Sinne "grenzenlose"
Kommunikationsplattform mit schier unerschöpflichen und
unterschiedlichsten Chancen.

Es muss nur richtig genutzt werden.........

Internetauftritte dürfen nicht "einfach nur ins Netz gestellt"
werden.
Sollen sie Erfolg haben, muss man sie gekonnt inszenieren!

Der Webdesigner wird hier zum Regisseur:

  • immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten wie auch
  • der individuell richtigen Methode, bestimmte Inhalte
    zielgerichtet zu vermitteln
  • und dabei das Publikum zu begeistern.
Handlungsabläufe mit "Teasern" (die zum "klicken" animieren),
Höhepunkten und weiterführenden "Links" (die das Interesse wach halten)
müssen gestaltet werden.
Dabei darf sich der moderne Designer nicht zu sehr an klassischen Vorbildern
in Print-Medien orientieren (wie dies jedoch häufig der Fall ist) sondern muß eine bildschirmgerechte Erneuerung vornehmen, die den User in die Lage versetzt interaktiv tätig zu werden.

Im Internet - wo die Konkurrenz nur den legendären "Mausklick" entfernt lauert
- ist es für die Akzeptanz einer Website entscheidend
  • ob sie den User anspricht,
  • ihn begeistert und
  • ihn zum weiterklicken bringt oder (noch besser)
  • zum Anlegen von "Bookmarks" (- virtuellen Lesezeichen, die das problemlose Wiederauffinden der Site ermöglichen) veranlasst.
Das wiederum kann nur funktionieren, wenn zuvor mittels Gestaltung der Website eine Atmosphäre und ein Ambiente geschaffen wurde, die

a) dem Vergleich zu anderen Webauftritten standhält
und
b) einen "Mehrwert" (= Anreiz) enthält, der dem jeweiligen User das Verweilen und Wiederkommen lohnenswert erscheinen lässt.

Ob eine Internetpräsenz gut gestaltet ist, hat wenig mit
gutem Geschmack aber um so mehr mit generellen
Kommunikationstrategien zu tun.
Und die sind zielgruppenorientiert.

Doch die meistens Websites haben mehr als nur eine Zielgruppe:

Daher definiert der professionelle Webdesigner potentielle Kunden nicht
mehr nach den Gesichtspunkten der klassischen Marketingzielgruppen
(z.B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf…), sondern durch die
Lebensumstände in denen sie sich befinden. Man spricht daher von
"situativen Zielgruppen".

Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um die dem Besuch einer Site zugrunde liegende Interessenlage - nicht um die Person des Interessenten. Dabei wird auch berücksichtigt, dass sich die klassischen Eigenschaften der Zielgruppen verschieben können, ohne die eigentlichen Bedürfnisse dabei zu verändern.
So kann zum Beispiel ein langjähriger Kunde eines Produktes durchaus älter werden und den Beruf wechseln, ohne dem Produkt selbst "untreu" zu werden. Er zählt also weiterhin zu den Käufern, obwohl er aus der klassischen Zielgruppe herausgefallen sein kann. Dennoch muss auch dieser Kunde weiter umworben werden.

Eine private Homepage ist einfach erstellt. Für die Gestaltung einer wirksamen Internetpräsenz ist allerdings umfassende Kompetenz und Erfahrung in den Bereichen
  • Beratung
  • Konzeption,
  • Design,
  • Marketing und
  • Programmierung unumgänglich.

webdesign  

Insiderbuch WebDesign
von Lynda Weinman

Taschenbuch - Midas-Verlag (1996)
Praktisches Buch über die Grundlagen bei der Erstellung von Internetgrafiken und komplexeren Themen wie etwa plattformübergreifende Browser-Inkompatibilität oder die verschiedenen Dateiformate für das Web mit ihren Stärken, Rasterungen, Bandfiltern und indizierten Farben.
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